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Hauptrollen zu besetzen
Die Redaktion hat sich fit gemacht für den großen Test: Was sind die neuesten Trendsportgeräte auf Rollen und Reifen? Und vor allem: Machen sie auch Spaß?
Text: Alexander Kraft Fotos: wdv/Oana Szekely |
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Wieder ein Hingucker aus dem Land der unbegrenzten Funsport-Erfindungen, aus Kalifornien. Dem flotten Dreirad merkt man in vieler Hinsicht den Geburtsort an. Vor allem beim Platzbedarf. Was auf weitläufig geteerten Beachpromenaden gehen mag, macht in europäischen Fußgängerzonen oder auf Radwegen weder Trikkern noch anderen Nutzern Freude. Bei der ausholenden und sehr dynamischen Schlängelbewegung sollte einem besser keiner in die Quere kommen. Von daher ist klar: Trikkes sind kein Alltags-Fortbewegungsmittel. Für 150 Euro aufwärts bekommt man ein witziges Gerät für das Ganzkörper-Workout. Das trainiert Kraft-Ausdauer und Koordination von Kopf bis Fuß. Viel Spaß dürften Fans von Carving-Skiern haben, denn Trikken sieht ganz ähnlich aus, variiert aber auf sehr spannende Weise die üblichen Bewegungsmuster.
Christian Keul, Volontär: "Ich würde nicht behaupten, dass ich das Trikken auch nur ansatzweise beherrsche – laut Händler bedarf es dafür mehrerer Wochen Übung. Auf abschüssigen Strecken bekommt man aber eine Idee davon, welchen Spaß man auf diesen doch sehr gewöhnungsbedürftigen drei Rollen haben könnte."
Videoclip: Trikke »
Mehr Infos zum Trendsportgerät unter: www.tretroller.de |
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Ein Klassiker für die ganz Junggebliebenen. Könnern verleiht das Original mit dem rot gehörnten Stier wahrlich Flügel. Der Trainingseffekt beschränkt sich zwar vor allem auf die Bein- und Rumpfmuskulatur. Ab einer Körpergröße von 1,30 Metern sind jedoch Gelenkigkeit und Koordination gefordert, um mit den Knien an den Ohren oder ausgestreckten Beinen Schub zu entwickeln. Das Bobbycar ist ohne Abstriche als Sportgerät auch für „Coach Potatoes“ zu empfehlen, die nach Jahren der Abstinenz wieder Schwung in ihr Leben bringen wollen. Wer die Neuanschaffung (ab 30 Euro) scheut, findet auf Flohmärkten in der Regel günstige Alternativen in meist gutem Zustand. Die bei anderen Geräten nötige Schutzkleidung entfällt – es sei denn man will Abfahrtswettbewerbe bestreiten. Tipp: Schuhe mit Stahlkappen tragen wegen der hohen Abnutzungsgefahr.
Oana Szekely, Fotografin: "Das ist ein absoluter Spaß! Ich kann es nur empfehlen! Mein Tipp: Auf ebenen, asphaltierten Wegen fahren. Ideal sind leicht abschüssige Straßen. Ach ja, in der Gruppe ist der Spaßfaktor noch höher!"
Videoclip: Bobbycar »
Mehr Infos zum Trendsportgerät unter: www.big.de |
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Mountainbiker müssen sich entscheiden: Entweder sie nehmen ein Rad zum Bergabheizen. Oder eines, um lange Touren und vor allem steile Anstiege zu bewältigen. Alles eine Frage des Gewichts. Und des Schwerpunktes! Denn: Bergab muss er hinten liegen (sonst fliegt man über den Lenker), bergauf weit vorne. Natürlich wollen die meisten Biker ein Rad für beides. Und so bewegt sich der Großteil der Produkte im kompromissfähigen Mittelfeld. Aber es gibt auch Räder, die technisch einen Sonderweg beschreiten: bei ihnen sind sowohl die Federgabel als auch der Hinterbau höhenverstellbar. Dahinter stecken eine aufwendig ausgeklügelte Geometrie und Mechanik. Das rechtfertigt die über 2.500 Euro Anschaffungskosten – was im hochpreisigen Umfeld der Spitzen-Bikes nicht einmal besonders teuer ist.
Janine Stötzner, Bildredakteurin: "Ein top ausgestattetes Mountainbike mit einer fantastischen Federgabel, das echt Spaß macht. Ein Knopfdruck, und schon geht's ab. Oder bergauf, je nachdem. Ich habe mich auf alle Fälle in das Bike verliebt."
Videoclip: Mountainbike »
Mehr Infos zum Trendsportgerät unter: www.bionicon.com |
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Ein Funsportgerät, das dem Namen alle Ehre macht. Bei dem Dreirad mit Sitzschale geht es nur um eines: Spaß haben. Ernsthaft kann niemand mit angehockten Beinen und knapp über der Grasnabe größere Strecken zurücklegen. Und so zielt das Unikum vor allem auf zwei Nutzergruppen. Diejenigen, die damit Rennen austragen und das etwa so ernsthaft wie Wok-WMs betreiben. Und Eltern, die ihren Sprößlingen als Bonbon nach der Bergwanderung eine fetzige Abfahrt versprechen wollen. Sportlicher Effekt immerhin: Das Bockerl trainiert Bauchmuskeln und Balance-Gefühl. Wie ernst der Hersteller es mit dem 299 Euro teuren Spaß meint, zeigt die hochwertige Ausstattung. Magura-Bremsen zählen bei Bikern zur Oberklasse. Ebenso ernst sollte es der Fahrer aber auch mit der Sicherheitsausrüstung (Helm, Schützer für Handgelenke, Ellbogen und Knie, feste Schuhe ) meinen.
Tanja Simmons, Redaktionsassistentin: "Wer gerne Schlitten fährt, der wird das Bockerl lieben. Denn endlich kann man auch im Sommer abschüssige Strecken runterfetzen. Die Körperhaltung ist aber gewöhnungsbedürftig und Muskelkater garantiert."
Videoclip: Bockerl »
Mehr Infos zum Trendsportgerät unter: www.bockerl.com |
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Rollerfahren war viele Jahre völlig out. Bis ein paar geniale Köpfe das Gerät neu erfunden haben. Zum einen als flotten, durchgestylten Miniflitzer für die City. Und dann, mit wuchtiger Technik aus den Kreativ-Werkstätten der Mountainbiker, für Überlandfahrten. Üppig gefedert, mit Scheibenbremse und auf Ballonreifen gestellt, fahren Wagemutige sogar kompromisslose Downhill-Rennen. Ganz edel kommen die Produkte einer Handvoll deutscher Spezialmanufakturen daher. Die machen die Untersätze für die „einbeinige Kniebeuge“ zum kultigen Fortbewegungsmittel. Der Trainingseffekt bleibt zwar, wie beim Fahrrad, praktisch auf die Schenkelmuskulatur beschränkt. Aber gute Rouleure können das Tempo von Radlern auf flachen Strecken locker mitgehen. Zur Sicherheit: Helm tragen!
Elif Sürek, Volontärin: "Umweltfreundlich und cool! Mit der entsprechenden Muskelkraft ist man mit dem Miniflitzer ganz schön schnell unterwegs. Den Spaß spürt man am nächsten Tag auch in den Beinen. Einziges Manko ist der doch recht hohe Preis von 300 Euro."
Videoclip: Tretroller »
Mehr Infos zum Trendsportgerät unter: www.tretroller.de |
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Inline-Skates sind von gestern und über Rollschuhe redet auch niemand mehr. Ab jetzt gleitet man auf Heelys durch die Stadt. Die gibt es ab 70 Euro, sehen auf den ersten Blick aus wie gewöhnliche Sneaker – ihr Geheimnis steckt aber in den Sohlen. Je ein bis zwei Rollen auf Höhe der Ferse halten die Schuhe in Fahrt, die durch Anheben der Fußspitzen auf geraden oder abschüssigen Strecken aufgenommen wird. Muss man bergauf oder hat wegen eines schlechten Untergrunds keine Möglichkeit mehr zum Fahren, können die Rollen durch flache Clips ersetzt werden. Die Heelys funktionieren dann wie gewöhnliche Turnschuhe. Der Trend kommt – natürlich – aus den USA, aber mittlerweile hat das Sportgerät eine internationale Fangemeinde erobert. Und die denkt sich, ähnlich wie die skateboardenden Kollegen, immer neue Moves aus, mit so abenteuerlichen Namen wie „Cheese Cutter“ oder „Switch-Fakie“.
Ralf Schweikart, Redakteur: "Anfangs ist es ganz schön gewöhnungsbedürftig, dass man Fußspitze an Ferse fahren muss und nicht nebeneinander wie bei Inlinern. Dann Schwung nehmen, Fußspitzen hoch und los geht’s. Nach ein paar Probeläufen klappt das auch und macht eine Menge Spaß – so lange der Boden glatt ist. Sonst holpert’s wie auf der Schotterpiste."
Videoclip: Heelys »
Mehr Infos zum Trendsportgerät unter: www.heelys.de |
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