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K A R R I E R E
Berufseinstieg optimal vorbereiten
Die Wege ins Berufsleben zu ebnen, dafür sind ein langer Atem und vorausschauende Planung hilfreich. Praktika, freie Mitarbeit oder Traineeprogramme sind wichtige Bestandteile der persönlichen Karriereplanung. Wer sich beim Berufseinstieg ausschließlich auf Stellenausschreibungen konzentriert, vergibt Chancen. Wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten es gibt, bereits im Studium den Weg für den Berufseinstieg zu bereiten.
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„Was hat das eigentlich mit deinem Studium zu tun?“ „Was willst du denn später mal damit anfangen?“ Thorsten wusste schon, dass ihm bei jedem Klassentreffen diese Fragen gestellt wurden. Fragen, die bei ihm auch gelegentlich zu Selbstzweifeln führten. Lange Zeit galt er unter seinen Altersgenossen als Exot: Der Psychologiestudent aus Trier jobbte nebenbei als Lokalredakteur bei einer Tageszeitung, hatte ein Praktikum in einer Werbeagentur hinter sich, engagierte sich ehrenamtlich in einem Tierheim sowie als Pressewart seines Fußballvereins.
„Ich habe während meines Studiums nicht nur im Hörsaal gesessen, sondern in einige Berufsfelder hineingeschnuppert – und weiß nun, wie ich meine Interessen beruflich nutzen kann.“ Viele seiner Abiturkollegen beneiden ihn nun um seinen Erfahrungshorizont. „Einige haben in Rekordzeit ihr BWL-Studium absolviert, standen dann aber bei der Jobsuche ohne jegliche Arbeitserfahrung da.“
Berufsberater sind sich einig: Thorsten hat es richtig gemacht. Heute erwarten Unternehmen von Bewerbern, dass diese bereits erste „Berufserfahrung“ mitbringen. Galt noch vor wenigen Jahren die Maßgabe, das Studium möglichst schnell und ohne größere „Ablenkung“ zu absolvieren, zählt heute in immer mehr Wirtschaftsbereichen die „persönliche und professionelle Reife“ als wichtiger Einstellungsgrund. Diese „Reife“ erreicht man nur, indem man (Berufs-)Erfahrungen sammelt – auch schon während des Studiums. Praktikum, Diplomarbeit oder als Werkstudent einsteigen: Möglichkeiten zum Sammeln praktischer Erfahrungen gibt es viele.
Welchen Weg in Richtung Berufsleben Sie auch einschlagen, das wichtigste ist, den Weg immer im Auge zu behalten. „Nur wer sich ständig vergewissert, ob der eingeschlagene Weg wirklich zum Ziel führt, ist dagegen gefeit, dass er sich dauerhaft unter Wert verkauft“, sagt Karriereberater Schrader.
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Das studienbegleitende Praktikum ist für Arbeitgeber zu einem der wichtigsten Auswahlkriterien geworden. Viele Studierende versuchen über diesen Weg, bereits vor Studienende „einen Fuß in die Tür“ zum Berufsleben zu bekommen. In der Medienbranche etwa ist der Einstieg über ein Praktikum seit Jahren üblich. Neu ist hingegen, dass Praktika nicht mehr nur für Geistes- und Sozialwissenschaftler – also für Studierende und Absolventen, deren Berufsfeld nicht eindeutig umrissen ist – angeraten werden, sondern auch mehr und mehr von Wirtschaftswissenschaftlern verlangt werden.
Jedoch bewirkt das große Interesse von Studierenden an Praktikumsplätzen auch, dass Unternehmen hier eine Möglichkeit sehen, Studierende und Akademiker als billige Arbeitskräfte einzusetzen. „Lassen Sie sich nicht als Kopierkraft missbrauchen“, rät daher auch Karriereexperte Jürgen Hesse vom Büro für Berufsstrategie Hesse/Schrader, „sondern arbeiten Sie darauf hin, dass Sie selbst Verantwortung übernehmen.“ Für den angehenden Praktikanten empfiehlt sich: Darauf achten, dass der abzuschließende Vertrag explizit als „Praktikumsvertrag“ definiert ist und der Ausbildungscharakter der Tätigkeit nicht nur vertraglich zugesichert, sondern auch in der Praxis umgesetzt wird. Allerdings warnt Hesse auch vor einer gegenteiligen Entwicklung: „Lassen Sie sich nicht zu viel aufbürden.“
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| Einen Vorteil beim Sprung in die Berufswelt hat der, der seine Diplomarbeit in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen erstellen kann. Die Vorteile eines solchen Arrangements liegen auf beiden Seiten: Der Diplomand erfährt professionelle Unterstützung von Seiten des Unternehmens und kann seine bestehenden Kontakte nutzen. Die Unternehmen profitieren von den Arbeiten des Diplomanden, da diese sich zumeist auf spezielle Fragestellungen konzentrieren, und bei der Entwicklung von Lösungsansätzen innovative Impulse geben können. Hierüber kann der Absolvent zudem seinen Stellenwert im Unternehmen konkretisieren. Nicht wenigen gelingt es, sich über eine erfolgreiche Diplomarbeit „unentbehrlich“ zu machen und den Eintritt in das Unternehmen zu bewerkstelligen. Auch auf dem Arbeitsmarkt haben „Unternehmens-Diplomanden“ gute Chancen, denn sie gelten als praxisorientiert und projekterfahren. |
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Diese werden gern von Unternehmen eingesetzt, da schon bestimmte Vorkenntnisse vorhanden sind und sie sich so besser in bestehende Arbeitsabläufe integrieren lassen. Anders als beim Praktikanten geht der Werkstudent im Rahmen eines ordentlichen Arbeitsverhältnisses einer regelmäßigen befristeten Tätigkeit im Unternehmen nach. Entsprechend erhält er einen tarifvertraglich geregelten Lohn.
Zu beachten ist: Im Gegensatz zu Praktika vermindern sich die Chancen einer späteren befristeten Anstellung beim selben Ar-beitgeber durch das Teilzeit-Befristungs-Gesetz (TzBfG). Eine Befristung des Arbeitsverhältnisses nach § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG ist ohne sachlichen Grund grundsätzlich unzulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits ein befristetes oder unbefristetes Beschäftigungsverhältnis bestanden hat. Hier ist der Arbeitgeber gefordert, einen rechtlich einwandfreien Befristungsgrund zu finden.
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Ein häufig eingeschlagener Weg in die Arbeitswelt ist die freie Mitarbeit. Der Vorteil dieser Variante liegt darin, dass ein „gleitender Übergang“ vom Studium in den Beruf möglich ist. In der Regel erfolgt hier der Einstieg über eine projektbezogene oder befristete Beschäftigung.
Wer sich hier beweist, kann in der Regel auf weitere Aufträge hoffen und so langsam in eine kontinuierliche Beschäftigung hineinwachsen. Eine solche Regelung ermöglicht dem Studierenden zudem, sein Studium weiter zu betreiben, da Arbeitszeiten frei verhandelbar sind. Freie Mitarbeiter haben einen Dienstleistungsvertrag. Wichtig ist dabei: Sie sind Selbstständige und müssen sich entsprechend selbst versichern.
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Spezielle Traineeprogramme, in denen die Teilnehmer systematisch auf eine verantwortungsvolle Tätigkeit vorbereitet werden, gehören heute zum Standard vieler großer Unternehmen. Dabei wird, während man verschiedene Abteilungen durchläuft ein weiter Einblick in das Unternehmen gewährt. Dies bietet gute Möglichkeiten, ein Kontaktnetz aufzubauen. Eine Festanstellung mit realen Karrierechancen ist nach erfolgreichem Abschluss keine Seltenheit.
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Wer als Praktikant, Werkstudent, freier Mitarbeiter oder nur gelegentlich jobbt, für den können Beiträge zu den verschiedenen Sozialversicherungszweigen fällig werden. Wir helfen Ihnen, den Überblick zu behalten. Unter „Studium und Jobben“ haben wir eine Übersicht mit den wichtigsten Regelungen für Sie zusammengestellt.
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