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Alles für das Studium

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S T U D I U M

Lernen will gelernt sein!

Um die passende Lerntechnik zu wählen, ist es zunächst wichtig, sich die verschiedenen Lernzusammenhänge zu vergegenwärtigen. Wir lernen in den unterschiedlichsten Situationen: in der Vorlesung, beim Lesen eines Buches, in der Lerngruppe oder zu Hause am Schreibtisch. Jeder dieser Lernvorgänge ist anders und bedarf daher einer besonderen Herangehensweise. Wer Zahlen und Daten auswendig lernen muss, geht anders vor als jemand, der Zusammenhänge erfassen muss. Es hängt somit auch von der Art des geforderten Wissens ab, welche Lernmethode geeignet ist.
   Inhalt
- Lernen – einzeln oder in Gruppen?
- Arbeitsmaterialien erstellen
- Wissenschaftliches Lesen
- Lernmethoden
- Links und Infos
- Denkspiele

Lernen – einzeln oder in Gruppen?

Up
 
Gruppenarbeit kann äußerst effektiv sein, zum Beispiel wenn ein großes Themenfeld bearbeitet wird. Hier ermöglicht die Gruppenarbeit, dass eine große Stoffmenge auf die Gruppenmitglieder verteilt wird und diese ihren Kommilitonen den Stoff in aufbereiteter Form effektiver näher bringen. Für das Funktionieren von Gruppenarbeit gibt es ein paar Vorraussetzungen:
  • Das Niveau der einzelnen Gruppenmitglieder sollte vergleichbar sein. Dies ist auch dann wichtig, wenn die Gruppe gemeinsam Aufgaben löst, weil ansonsten die Schwächeren den Anschluss verlieren bzw. überfordert werden.
  • Bedenken Sie, dass Sie in den meisten Fällen, obwohl Sie in der Gruppe lernen, einzeln geprüft und benotet werden. Es nutzt also wenig, sich auf das Wissen der anderen Mitglieder zu verlassen. Lernen im Team bedeutet nicht unbedingt eine zeitliche Arbeitsersparnis, kann aber, wenn gut organisiert, in kurzer Zeit zu besseren Resultaten führen.
  • Die Effektivität der Lerngruppe wird ebenfalls durch ihre Größe bestimmt: In der Regel funktionieren kleinere Lerngruppen besser als große. Eine Anzahl von drei bis fünf Mitgliedern gilt als realistisch.
  • Die Lerngruppe sollte keine „Spaßgruppe“ sein und nicht rein nach Freundschaften zusammengestellt werden. Zum Zusammenarbeiten gehören Disziplin und Verlässlichkeit, sowohl was das Verhalten innerhalb der Gruppe als auch, was die individuelle Vorbereitung auf Gruppentreffen anbelangt. Dies ist gleichzeitig ein positiver Nebeneffekt von Gruppenarbeit: Jedes Mitglied muss sich an einen vorher festgelegten „Lernfahrplan“ halten und ist evtl. gezwungen, seine eigenen Lernmethoden zu hinterfragen. Das Schöne an Gruppenarbeit: Wenn die Vorgaben eingehalten werden, ist auch der Spaß garantiert, weil sich Erfolge einstellen.

Arbeitsmaterialien erstellen

Up

Wer sich während der Vorlesung gute Notizen macht, hat zu Hause den Kopf frei und vor Prüfungen wesentlich weniger Stress. Darauf sollten Sie bei einer Mitschriften achten:

  • Die Lesbarkeit ist alles.
  • Malen ist erlaubt: Manchmal sind die Zeichnungen sogar Ausdruck von stofflich relevanten Denkprozessen.
  • Chronologisches Mitschreiben muss nicht sinnvoll sein. Versuchen Sie lieber, das Gehörte bereits anzuwenden und selbst zu strukturieren.
  • Gewöhnen Sie sich eine Art an, wichtige Informationen und persönliche Kommentare zu kennzeichnen und hervorzuheben
  • Wer wirklich gute Notizen produzieren will, muss mehrere Dinge gleichzeitig können. Vorlesungen sind zum Zuhören da, und nicht in erster Linie zum Mitschreiben. Das Notieren von Informationen macht erst dann Sinn, wenn diese Informationen verstanden wurden. Erst dann können Ihre Notizen die Funktion eines „Lerngerüstes“ einnehmen. Aktives und denkendes Zuhören ist also eine Voraussetzung für sinnvolle Notizen. 
  • Ähnlich verhält es sich bei Literaturnotizen: Es ist eine Übungssache, beim Lesen eines Textes gleich die wichtigsten Informationen aufzuschreiben. Wichtig ist, dass beides – lesen und schreiben – zeitlich nicht voneinander getrennt werden sollte. Wer zuerst liest und anschließend nach den wichtigen Stellen im Text sucht, vergeudet viel Zeit und vergisst die Hälfte.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihnen Ihre Notizen auch noch in mehreren Monaten weiterhelfen. Notieren Sie Datum, Vorlesung und Thema und nummerieren Sie Ihre Seiten durch.

Wissenschaftliches Lesen

Up

Ein Großteil der Lernprozesse stützen sich auf das Lesen. Insbesondere im Studium müssen jede Menge schriftliche Informationen verarbeitet werden. Um diese Berge von Fachbüchern, Forschungsberichten, Fachartikeln, Skripten, Dokumentationen und Notizen bewältigen zu können, bedarf es besonderer Techniken. Wer meint, Fachbücher wie Romane lesen zu können, bekommt Zeitprobleme. Wissenschaftliches Lesen hingegen ermöglicht dem Lernenden, mehr Text in kürzerer Form aufzunehmen und dennoch die wesentlichen Informationen zu speichern. Damit dies besser klappt, hier ein paar Tipps zum wissenschaftlichen Lesen:

  • Man kann selten alles lesen, was man zu einem Thema findet. Um den Leseaufwand in Grenzen zu halten, muss von vornherein einen Teil der gefundenen Literatur aussortiert werden. Manchmal reicht zur Einschätzung eines Buches ein Blick ins Inhaltsverzeichnis. Da Kapitelüberschriften aber täuschen können, sollte man, wenn man sich nicht sicher ist, Buchpassagen querlesen (Klappentext, Einleitung, Schluss, Kapitel überfliegen). Oft sind nur einzelne Kapitel eines Buches relevant für die konkrete Fragestellung. Zur Einschätzung der Qualität eines Buches ist auch das Lesen von Rezensionen (kritischen Besprechungen) hilfreich. 
  • Hat man einen brauchbaren Text gefunden, geht es darum, ihn zielgerichtet zu lesen. Wichtig ist, dass Sie wissen, was Sie von dem Text erwarten. Deshalb sollten Sie immer die Fragestellung Ihrer Arbeit im Hinterkopf haben, so dass Sie Relevantes von Irrelevantem unterscheiden können. Je nachdem, welche Fragen Sie an einen Text stellen, können Sie ihm sehr unterschiedliche Informationen entnehmen. 
  • Zunächst liest man den Text nicht sehr intensiv, sondern verschafft sich einen Überblick über den Inhalt. Dann geht man ihn noch mal intensiv durch und markiert unter dem Gesichtspunkt der eigenen Fragestellung wichtige Stellen (natürlich nur bei Kopien oder eigenen Büchern!) bzw. schreibt wichtige Dinge raus. Dieses Exzerpieren ist die wichtigste Voraussetzung, um später aus dem Text zitieren zu können. Dabei sollte man nie vergessen, zu dem Exzerpt den Beleg dazu zu schreiben und an einzelne Zitate die jeweilige Seitenzahl. Es gibt nichts Lästigeres, als später verzweifelt ein gutes Zitat, dass man vorher irgendwo gelesen hat, suchen zu müssen. 
  • Dieses Verfahren ist natürlich relativ zeitaufwändig und bei längeren Texten oder ganzen Büchern gar nicht so einfach. Dort geht man am besten abschnittsweise vor. Es kann auch sinnvoll sein, erst Einleitung und Schluss zu lesen, um eine ungefähre Ahnung vom Inhalt des Buches oder des Textes zu bekommen. So kann man die Lektüre der dazwischenliegenden Teile beschleunigen.
  • Sinnvoll ist es schließlich, die gesammelten Exzerpte thematisch zu ordnen, damit man später gezielt auf sie zugreifen kann. Auch hier ist es notwendig, schon eine Vorstellung von Fragestellung und Aufbau der eigenen Arbeit zu haben.

Lernmethoden

Up

Mind-Map-Technik
Die Mind-Map-Technik ist eine besondere Form der Notizen-Produktion. Hier werden Schlüsselwörter schriftlich in einer bestimmten Weise fixiert. Statt oben auf der Seite zu beginnen und sich in Listen oder Sätzen vertikal nach unten zu arbeiten, sollten Sie in der Mitte mit der Zentralidee beginnen und in den von diesem Zentrum ausgehenden Ästen und Zweigen die Einzelideen in der vom Zentralthema diktierten Form entwickeln.
Die Grundregeln für das Mind-Mapping:
  • Beginnen Sie in der Mitte des Blattes. Ein Bild regt das kreative Denken an und prägt sich in das Gedächtnis besonders gut ein. Fügen Sie aus diesen Gründen möglichst viele Bilder ein. 
  • Wörter sollten in Druckschrift mit Großbuchstaben geschrieben werden. Beim Nachlesen gibt dies ein fotografischeres, unmittelbareres und verständlicheres Bild. 
  • Wörter sollten auf Linien geschrieben und jede Linie mit anderen Linien verbunden sein. Dadurch wird die Grundstruktur der Mind-Map deutlich. 
  • Wörter sollten in Einheiten angeordnet sein, ein Wort je Linie. Das lässt für jedes Wort mehr Freiheit und Flexibilität für Aufzeichnungen. 
  • Verwenden Sie durchgängig Farben. Sie erhöhen die Übersichtlichkeit und lassen die Zusammenhänge deutlicher erkennen. 
  • Jedes Nachdenken darüber, wohin Dinge gehören oder ob sie überhaupt eingebracht werden sollen, wird den Prozess verlangsamen. Sie sollten alles, woran Sie im Zusammenhang mit der Zentralidee denken, festhalten.

Geschichten erzählen
Im Gegensatz zu Zusammenhängen, die leicht zu behalten sind, wenn man sie einmal verstanden hat, sind bloße Zahlen und Fakten schwer zu erlernen. Einfacher ist es, sich eine Geschichte darum zu spinnen. Je "verrückter" die Geschichte ist, desto besser, denn das Gehirn kann sich vor allem Außergewöhnliches gut merken. Positiver Nebeneffekt dabei ist, dass Phantasie und Kreativität angeregt werden.

Beispiel
Zu lernen sind die Namen der Philosophen Platon, Aristoteles, Thomas von Aquin, René Descartes. Eine Geschichte um die fünf Namen könnte so aussehen: René Descartes geht in die Ebene von Aquin, um sich mit Thomas zu treffen und über Aristroteles zu reden. Unterwegs isst er ein neuartiges Gummibärchen, das als Platon bezeichnet wird.

Loci-Technik
Man kann Daten bewusst an einem bestimmten Platz im Gehirn abspeichern, wo sie jederzeit abrufbar sind.

Das Beispiel der Philosophen:
Stellen Sie sich ihr Zimmer in Gedanken vor. Sie verbinden den Namen Platon mit ihrem Bett, Aristoteles mit ihrem Schreibtisch, Thomas von Aquin mit dem Goldfischglas und Descartes mit dem Sofa. Wenn Sie sich jetzt gedanklich in ihrem Zimmer umsehen, fallen ihnen automatisch die Namen der Philosophen ein.

Diese Technik ist besonders gut anwendbar, wenn man Dinge in bestimmter Reihenfolge lernen muss und dafür einen dynamischen Vorgang benutzt. Zum Beispiel der tägliche Weg zur Uni. Platon wird mit der Haustüre, Aristoteles mit dem Fahrradständer, von Aquin mit der belebten Kreuzung und Descartes mit der Seminartür verbunden.

Verwandlung
Trockene Zahlenreihen werden sehr lebendig, wenn Sie sie mit Bildern assoziieren und daraus Geschichten spinnen. Je deutlicher Sie sich die Geschichten oder Orte vorstellen können, desto besser ist die Merkfähigkeit.

Beispiel
Die Zahl 4312 soll gemerkt werden. Eins verbinden Sie mit einem Baum, zwei mit einem Schwan, drei mit einem dreibeinigen Schemel, vier mit einem Spielbrett. Jetzt stellen Sie sich ein Spielbrett auf einem Schemel unter einem Baum vor, auf dem ein Schwan seine Kreise zieht.

Schlüsselwortmethode
Diese Methode eignet sich besonders gut fürs Vokabellernen. Dabei wird die Vokabel mit einem möglichst ähnlich klingenden Wort aus der Muttersprache verbunden (Schlüsselwort). Dann wird die bildliche Vorstellung des Neuen mit der des Bekannten verbunden.

Beispiel
Das englische Wort "duck" für Ente klingt so ähnlich wie Dock. Lernende können sich jetzt ein riesiges Dock vorstellen, in dem eine einsame Ente schwimmt. Hört man das Wort "duck", kommt sofort die Assoziation zu Ente.


Links und Infos

Up

Prüfungsvorbereitung
Detaillierte Infos zu Mind-Maps und Lernstrategien.
http://www.zeitzuleben.de

Lernstrategien

http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/INTERNET/ARBEITSBLAETTERORD/ArbeitsblaetterLernen.html

Denkspiele

Up

Sie wollen Ihre grauen Zellen herausfordern? Dann mal los! Mit ein wenig Konzentration und Hirnschmalz sollte unser kleines Gehirn-Workout gut zu schaffen sein.

1. Ups, hier sind offenbar einige Rechenzeichen verloren gegangen! Setzen Sie die fehlenden Operationszeichen (+, -, x, :) so ein, dass das Ergebnis am Ende stimmt.
Tipp: Beachten Sie die mathematischen Regeln (Punkt- vor…)

5  3  7  2 = 20
12  4  3  4 = 13
17  3  10  5 = 23

2. Hä? Kyrillische Schrift? Nein, bei diesem Gedicht von Eugen Roth fehlen nicht nur die Lücken zwischen den Wörtern, es haben sich auch Zahlen in den Text geschlichen. Versuchen Sie, das Gedicht trotz der Stolpersteine zu lesen.

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S2DEMLE6IDENH8ÖCHS3TEHULDVERW7ANDEL8STZEIT2DUI3NGE
D5ULD.

3. Trainieren Sie Ihre Kreativität, und bilden Sie aus den Buchstaben des Wortes „Gehirntraining“ mindestens 30 neue Wörter. Die Buchstaben können in beliebiger Reihenfolge und Anzahl verwendet werden.

4. Ist doch logisch! Oder etwa nicht? Finden Sie heraus, wer hier welchen Beruf ausübt:

Name:   
Dora Moirent   
Harm Rechu   
Rainer Streggu   
Ulf Skinetger  
Heiner Scamdend  
Else Reinitier   

5. Verbinden Sie alle Punkte mit vier geraden Linien, ohne dabei abzusetzen!



6. Wie viele Quadrate haben sich in diesem Bild versteckt?


Lösungen
1) 
5 x 3 + 7 – 2 = 20
12 : 4 x 3 +4) = 13
17 + 3 x 10 : 5) = 23

2) 
ZEIT HEILT
ZWEI GRUNDREZEPTE KENNT DIE WELT ZEIT HEILT UND ZWEITENS ZEIT IST GELD MIT ZEIT ZUVOR IN GELD VERWANDELT WARD MANCHER FALL SCHON GUT BEHANDELT DOCH IST AUCH DER NICHT ÜBEL DRAN DER GELD IN ZEIT VERWANDELN  KANN UND NICHT VON WIRTSCHAFTSNOT BEWEGT DIE KRANKHEIT UND SICH SELBER PFLEGT DOCH BRINGTS DEM LEIDEN HÖCHSTE HULD VERWANDELST ZEIT DU IN GEDULD

3) 
Garantie, nagen, Tran, Hit, agieren, ringen, innig, hegen, Eiter, reiten, ein, Rang, gehen, Gang, Ehre, Rat, Herr, innen, Tat, nie, gar, irren, Tag, eine, ihr, tragen, raten, heiter, Reh, Rinne

4) 
Dora Moirent = Moderatorin
Harm Rechu = Uhrmacher
Rainer Streggu = Regierungsrat
Ulf Skinetger = Kunstflieger
Heiner Scamdend = Damenschneider
Else Reinitier = Reiseleiterin

5)


6) 51 Quadrate
 

   
 
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