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S T U D I U M
Zwischen Abi und Uni: Spaß haben und die Zeit sinnvoll nutzen
Das Abi ist so gut wie in der Tasche, der Studienplatz ist auch in Sicht. Aber was tun in den Monaten vor Studienbeginn? Weltreise, Jobben, Praktikum oder freiwilliges soziales Jahr? Oder doch „Au pair“? Es gibt viele Möglichkeiten, und alle haben ihre Vorteile.
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Infos: http://www.bmfsfj.de/
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Auf das Abitur folgt die Zeit der großen Entscheidungen: Gleich studieren oder erst einmal experimentieren? Welche Berufszweige kommen für mich überhaupt in Betracht? Das „freiwillige soziale Jahr“ (FSJ) bietet dazu die Möglichkeit. Jugendliche von 16 bis 26 Jahren haben hier die Chancen, vor Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums einen Einblick in soziale und pflegerische Berufe zu erhalten und sich unter Anleitung von Fachkräften zu testen. Hierbei kommen sowohl Tätigkeiten in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen wie auch in Einrichtungen für behinderte und/oder alte Menschen, in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, in Kirchengemeinden, Sport- oder Kultureinrichtungen in Frage. Bei einer geregelten Arbeitszeit von 38,5 Wochenstunden erhält der Freiwillige, der sich in der Regel für ein Jahr – in Ausnahmefällen auch für sechs Monate – verpflichtet, neben einem Taschengeld evtl. einer Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung je nach Einrichtung; sowie bezahlten Urlaub.
„Das ist nicht für jeden das Richtige“, sagt Sandra, die gerade ihr freiwilliges soziales Jahr beendet hat. „Die Arbeit in einem Altenheim ist hart, nicht nur körperlich. Man muss auch ein dickes Fell haben, um die seelische Belastung auszuhalten.“ Aber gerade deswegen ist die 22-Jährige froh, die Erfahrung gemacht zu haben. Und diese Erfahrungen helfen nicht nur privat weiter: Hochschulen und Fachhochschulen honorieren das freiwillige Engagement und rechnen den Einsatz ganz oder teilweise als Praktikum an.
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Infos: http://www.bmfsfj.de/
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Ganz ähnlich organisiert wie das freiwillige soziale Jahr ist das „freiwillige ökologische Jahr“ (FÖJ). Es handelt es sich dabei um einen einjährigen Einsatz im Bereich Umwelt- und Naturschutz. Die Interessenten werden zum Beispiel bei der Anlage und Pflege von Biotopen, der Pflege wildlebender Pflanzen und Tiere eingesetzt; es besteht auch die Möglichkeit, im technischen Umweltschutz mitzuwirken. Dabei können Tätigkeiten, die keine spezielle Qualifikation erfordern, selbstständig und eigenverantwortlich durchgeführt werden. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im praktischen Bereich. Zusätzlich gibt es ökologische und umweltpolitische Seminare. Das FÖJ wird – wie auch das freiwillige soziale Jahr – als Wartezeit durch die ZVS (Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen) anerkannt. Auch hier erhalten die Teilnehmer Taschengeld, Sozial- und Unfallversicherung, Unter-kunft und Verpflegung sowie einen Jahresurlaub von 26 Tagen.
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Infos: www.efd-online.de
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Der Europäische Freiwilligendienst (EFD) ermöglicht es Jugendlichen, ein Jahr lang im europäischen Ausland freiwillige Tätigkeiten in verschiedenen sozialen und ökologischen Einrichtungen auszuüben. Der EFD ist ein EU-Projekt im Rahmen des Aktionsprogramms „Jugend". In ihm organisieren europaweit verschiedene Organisationen gemeinsam den Austausch von Jugendlichen. Wer also Erfahrungen in sozialen oder ökologischen Berufsfeldern machen und zugleich Menschen in fremden Kulturkreisen kennen lernen möchte, sollte sich um einen Platz in diesem Programm bewerben.
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Infos: www.au-pair-agenturen.de
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Auch wenn das Vorurteil anders lautet: „Au pair ist“ nicht nur was für Frauen. Auch junge Männer haben hier hin und wieder die Chance, für eine bestimmte Zeit in einer Familie im Ausland zu leben. Dabei sollen sie keine bezahlte Haushaltshilfe sein, sondern ein gleichberechtigtes Familienmitglied auf Zeit – also eine große Schwester, ein großer Bruder für die anderen Kinder. Zu ihren Aufgaben gehören leichte Hausarbeit und vor allem die Betreuung der jüngeren „Geschwister“.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Beim Leben in einer Familie können „Au pairs“ ihre Sprachkenntnisse verbessern und vertiefen, wozu auch der begleitende Unterricht in einer Sprachschule dient. Inzwischen gibt es zahlreiche Au-pair-Agenturen, die als seriöse Vermittlungen zwischen Suchenden und Au-pair-Platz-Anbietern agieren. |
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Wer kurzfristiger eine Beschäftigung sucht, dem bieten zahlreiche Job- und Praktikabörsen viele Möglichkeiten. Ein studienbezogenes Praktikum, wie es manche Studiengänge vorschreiben, ist nicht nur eine sinnvolle (und zum Teil vorgeschriebene) Beschäftigung: Es kann auch der Orientierung dienen, bevor überhaupt das Studium begonnen wird. Das Gleiche gilt für das Jobben: Nichts bereitet besser auf die Arbeitswelt vor als die Arbeitswelt selbst! Vielleicht stellt sich sogar heraus, dass der Weg zum Traumjob gar nicht über die Hochschule, sondern über betriebseigene Programme führt. Manch „Jobber“ bleibt seinem ersten Unternehmen über Jahre in verschiedenen Positionen treu – von der Aushilfskraft bis hin zum Angestellten.
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Infos: Hochschuldatenbank
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Noch eine Möglichkeit, die Zeit zwischen Abi und Uni sinnvoll zu nutzen: an der Uni! Natürlich kann man sich bei der Auswahl der eigenen Hochschule auf zahlreiche Universitäts-Rankings stützen. Doch wer macht nicht gerne die Probe aufs Exempel? In Zeiten, in denen Hochschulen wettbewerbsfähig sein müssen, entstehen neue Lock-Angebote für potenzielle Studienanfänger. Immer mehr Universitäten bieten Abiturienten die Möglichkeit, in so genannten „Schnupper-Studientagen“ den Uni-Alltag kennen zu lernen. Damit sind nicht nur Führungen gemeint, sondern auch „echte“ Vorlesungen – manchmal sogar über mehrere Tage hinweg. Eine Registrierung ist hierfür nicht notwendig. Eine weitere Alternative stellen die sogenannten „Sommeruniversitäten“ dar. Von Sprachkursen bis zu kulturellen und politischen Programmen ist fast alles im Angebot. Informationen dazu gibt es an allen Universitäten und Hochschulen.
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