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S T U D I U M
Räum dich auf! Erfolgreiches Zeitmanagement
Effiziente Zeit- und Arbeitsplanung - im Studium müsste diese Disziplin eigentlich zum Pflichtfach gemacht werden. Denn wenn kurz vor der Prüfung Hektik ausbricht, sind viele Chancen schon vertan. Besser ist es, sich früh genug mit potenziellen Stresssituationen auseinanderzusetzen und sie damit schon im Vorfeld zu entschärfen. Wir haben für Sie Tipps zum wissenschaftlichen Arbeiten, effizientem Lesen und Lernen und zur Strukturierung des Hochschulalltags. |
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"Kein stures Auswendiglernen, sondern strukturiert und kreativ lernen!", empfiehlt die Bochumer Psychologin Claudia de Wall. Dazu gehört, dass man, statt stumpf zu pauken, den Inhalt von Texten neu strukturiert, bestimmten Schlüsselwörtern zuweist und diese Schlüsselwörter für sich selbst verfügbar macht - durch einen Probevortrag, die Umsetzung in Schaubilder, die Nutzung von Karteikarten oder auch die Arbeit mit Mikrofon und Kassettenrekorder. |
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Wenn trotzdem das große schwarze Loch kommt, sollte man sich nicht scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Rat und Unterstützung gibt es bei der Studienberatung der örtlichen Studentenwerke. |
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Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass man nach der Festlegung des Prüfungsthemas ein genaueres inhaltliches Konzept entwirft. Viel Arbeit lässt sich dann dadurch einsparen, dass man seine Literatur- und sonstige Recherche an diesem Konzept orientiert, also wiederum bestimmte Teilziele der Literatursuche festlegt und verfolgt. Wer so die inhaltliche Struktur nach und nach füllt, kann auf einen Blick erkennen, wo noch Schwachstellen sind und damit weiterer Lernbedarf bestehen. |
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Egal, ob Vokabeln oder Formeln gebüffelt werden müssen, bei Untersuchungen hat sich Folgendes herausgestellt: Lernt man etwa mit Karteikarten, bleiben die Inhalte der ersten und letzten Karte dauerhafter im Gedächtnis haften. Gleiches gilt für die ersten und letzten Ausführungen in einem Buch. Sie können diesen Effekt nutzen:
1. Versuchen Sie nicht, sich zu viele Inhalte auf einmal zu merken.
2. Sehen Sie sich die Punkte, die besonders schlecht in den Kopf hineinwollen, zuerst oder zuletzt an - der so genannte "seriale Positionseffekt" wird Ihnen helfen! |
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Einzelkämpfer gibt es zwar noch bei der Bundeswehr, an der Uni sollte dieser Studententypus aber der Vergangenheit angehören. Denn häufig genug lässt sich durch Kooperation Arbeit einsparen: Wenn in einer Dreiergruppe jedes Mitglied ein Buch auswertet und eine Zusammenfassung formuliert, die als Kopie verteilt wird, dann hat sich der Arbeitsaufwand für den Einzelnen schon um zwei Drittel verringert. Hilfreich ist der Kontakt zu anderen auch, um der Vereinzelung und dem Abbruch aller sozialen Kontakte vorzubeugen. |
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Um effektiv lernen zu können, sollte man den Lern-Rhythmus an den persönlichen Fähigkeiten orientieren. Das heißt, dass derjenige, der morgens absolut nicht in der Lage ist, etwas in seinem Kopf zu speichern, sich Lern-Zeiten nachmittags und abends freihält. Dabei wird von Experten das Lernen im doppelten Schulstunden-Rhythmus empfohlen: Nach spätestens eineinhalb Stunden ist eine Pause fällig. Dabei sollte man den Schreibtisch verlassen, das Zimmer durchlüften, sich bewegen - um nach 20 bis 30 Minuten mit neuen Kräften an die Arbeit zurückzukehren. Andersrum sollte man aber auch konsequent sein: Während der Lernphasen müssen alle störenden Faktoren ausgeschlossen sein - kein Telefon, keine Klingel, kein Abwasch, keine Post. |
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Jeder Studierende sollte sich selbst gut beobachten. Denn jeder Mensch nimmt die Lerninhalte über unterschiedliche Wahrnehmungskanäle besser auf. Also warum nicht als "Akustiker" die BWL-Vorlesung aufnehmen oder das Lehrbuch auf Kassette sprechen und über Walkman oder Rekorder konsumieren? Wenn Sie ein visueller Typ sind, dann tapezieren Sie eben die Wände Ihres Zimmers, der Küche und im Bad mit Plakaten und Karteikarten, auf denen alles Wichtige steht. Wieder andere marschieren leise murmelnd durch Wald und Feld, um sich den Stoff besser merken zu können. Wichtig ist in erster Linie, seinen Neigungen nachzugehen und Mut zum Ungewöhnlichen zu haben: "Wem es hilft, der setzt sich unter den Tisch statt davor, lernt auf dem 'stillen Örtchen' oder läuft durch den Park", sagt die Aachener Psychologin Erdmute Ritzerfeld. |
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Ein Hinweis, den man gar nicht früh genug beherzigen kann. Nur wer sich damit vertraut gemacht hat, wie er seine Gedanken und Schlussfolgerungen wissenschaftlich formulieren kann, braucht keine Angst vor dem leeren Blatt zu haben. Doch nicht nur der richtige Ausdruck macht vielen Studiosi zu schaffen, auch Grundregeln der deutschen Sprache sind oft nur rudimentär bekannt. Auf 30 Prozent schätzt der Bonner Germanistik-Professor Jürgen Fohrmann den Anteil der Studenten, die in diesem Bereich Probleme haben: "Viele Leute sind nicht in der Lage, orthographisch und was die Zeichensetzung betrifft, richtige Arbeiten zu verfassen. Das merkt man bis in die Staatsexamensklausuren." Wer keine Grammatik- oder Schreibkurse besuchen will, sondern eher zur Selbsttherapie neigt, findet im Buchhandel Titel wie "Keine Angst vor dem leeren Blatt" oder "Die Kunst des professionellen Schreibens". |
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Je eher man das Thema seiner Arbeit eingrenzen kann, desto besser. Das heißt nicht, dass man zwei Jahre vor dem angestrebten Prüfungstermin schon nächtelang über den Büchern hockt. Aber wichtig ist zumindest, dass Sie durch Kontakt zum Dozenten das Thema grob absprechen - damit Sie nicht zwei Tage vor der Klausur beiläufig in der Mensa erfahren, dass es um etwas ganz anderes geht, als Sie bisher immer gedacht hatten. |
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Hört sich nach Manager-Modellen an, hilft aber trotzdem: Weil viele kleine Schritte genauso zum Ziel führen wie ein großer Gewaltmarsch, sollte man sich die Arbeit in kleinere Einheiten einteilen und bestimmte Teilziele festsetzen. Wer nach dieser "Salami-Taktik" vorgeht, dem fällt es auch leichter, den Aufwand für die einzelnen Arbeitsschritte zu bestimmen und daraus einen Zeitplan zu machen. Welche Ziele sollen an einzelnen Tagen, welche Ergebnisse in einer Woche erreicht werden? Ein gut strukturierter Lern-Fahrplan erhöht außerdem die Zahl der Erfolgserlebnisse: "Toll, diese Woche habe ich mein Pensum wieder geschafft!" |
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